--> // Natur- und Landschaftsfotografie � Vogel und Naturschutz im Trifelsland
Letzte Aktualisierung 03.März 2018


Aktuelles und Interessantes

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Der Winter will nicht weichen ...

Heute morgen konnte ich den Krimhildenstein mit den letzten Schneeresten sehen. Der Winter hält sich mehr als hartnäckig und es steht zu befürchten, daß dies auch noch eine ganze Weile so bleiben wird.

Krimhildenfelsen

Normalerweise ziehen um diese Zeit bereits wieder die Bergfinken und die Erlenzeisige an in Richtung Norden aber so kalt, wie es dort ist, waren sie ganz schön blöd.
([57] redsa - 18.02.2013)

Wenn draußen alles erfriert ...

Lebendes Blatt

dann muß man sich als Naturfotograf etwas anderes einfallen lassen. So verschlug es mich auch einmal in das Schmmetterlingshaus in Mannheim.

Die Probleme fingen schon beim Betreten an - die hohe Luftfeuchtigkeit sorgte sofort für beschlagene Linsen und die Feuchtigkeit drang in die Kamera ein. Also erst einmal warten, bis sich die Materialthemperatur angepasst hatte aber dafür schwitze ich dann, wie in den Tropen.

In der Zwischenzeit konnte ich bereits jede Menge Schmetterlinge sehen und muüte auch gleich feststellen, daß sie gar nicht daran dachte, sich so hinzusetzen, daß sie gut zu fotografieren waren (scheint irgendwie das Leid eines jeden Naturfotografen zu sein, daß seine Modelle nicht so wollen, wie er).

Nach einiger Zeit hatte ich dann doch gestrichen die Nase voll. Auf dem Weg um Ausgang hielt ich noch einmal kurz an und plötzlich sah ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung - eine Bewegung in einem Kasten, in dem augenscheinlich nur Blätter waren.

Schmetterling

Doch plötzlich sah ich eine Bewegung - ganz langsam und unscheinbar aber doch eine Bewegung. Also schaute ich mir diese "Bewegung" in Ruhe an und siehe da: es war kein Blatt, sondern ein Lebewesen. Es sah nur aus wie ein Blatt und trug auch genau diesen Namen.

Wer sich mit der Natur befasst wird immer wieder in Staunen und höchste Bewunderung für die Natur und deren Ideen verfallen. Wir Menschen haben nicht annähernd etwas Ähnliches zu bieten und sind vom Einfallsreichtum der Natur Millionen Meilen entfernt.

So ging es mir in diesem Moment auch - da war ich über 7 Jahre in Südamerika und Afrika gewesen und finde im Tropenhaus in Mannheim ein Lebewesen, das mir immer noch die Sprache verschlagen konnte. Genau das ist es, was mich an der Naturfotografie immer wieder so fasziniert.
([56] redsa - 3.11.2012)

Farben des Herbstes ...

Der Frühling ist die Zeit, in der das Leben wieder erwacht - der Herbst die Zeit der Farbenvielfalt. Bäume und Pflanzen bereiten sich auf den Winterschlaf vor und fahren die Produktion der Lebenssäfte und Pigmente zurück und genau hierdurch entsteht die eigentliche Farbenpracht.

Herbstfarben

Insbesondere beim Blick von einer erhöhten Position bekommt man einen Eindruck der prächtigen Farbenvielfalt.
([55] redsa - 18.10.2012)

Waaaas .... wer hat gesagt ich sei dick ... ???

Wir kenne hier ja eine ganze Reihe von Meisen (Kohlmeise, Blaumeise, Sumpfmeise, Haubenmeise, Tannenmeise) ... aber eine Meise mit Bart, das hat hier noch niemand gesehen :-)

Der Name kommt eigentlich von den Männchen, denn diese haben an den Wangen einen schwarzen Bartstreif. Das Tier auf dem Bild ist allerdings ein Weibchen - ich finde allerdings die Pose lustig; das Tier kam angeflogen und putzte sich zunächst die Federn. Ab und zu richtete sie sich auf und streckte dabei regelmäßig den Bauch heraus.

Bartmeise

Bartmeisen sind in der Pfalz nicht anzutreffen - manchmal findet man welche im Naturschutzgebiet in Waghäusel aber auch dort sind sie eher die Ausnahme.

Diese Aufnahmen stammen vom Federsee. Dort führt ein Steeg ca 1.5 km auf den See hinaus und genau an diesem Steeg tummeln sich immer wieder Bartmeisen. Allerdings war das Wetter grau und öde und so waren auch nur wenige Aufnahmen möglich.
([54] redsa - 14.10.2012)

Die Welt der Aliens und Monster ... ?

Das Faszinierende an der Makrofotografie ist unter anderem, daß man durch die andere Perspektive plötzlich Wesen und Dinge sehen kann, die einem sonst verschlossen bleiben oder sich erst gar nicht in der Art offenbaren.

Na ... was ist das wohl för ein Wesen?

Weberknecht

Hihi ... da haben schon viele Leute daröber gerätselt ... sieht aus wie ein Marsianer oder ein Monster aus einem Horrorfilm.

Es handelt sich nämlich um einen Weberknecht. Ein ganz harmloses Wesen, das sich auch mit Vorliebe in unseren Kellern und Wohnräumen nieder läßt und hier auch recht nützliche Diense leitet. Er frißt nämlich kleine Insekten, Maden und ähnliches Getier.
([53] redsa - 12.10.2012)

Eine 8 in gold ... ?

Als wir die Gottesanbeterinnen suchten, fand ich unter anderem auch ettliche Schmetterlinge, die schon von Ferne hübsch anzusehen waren. Vor allen Dingen sahen sie anders aus als jene, die ich sonst hier so sehe. Sie waren gelb aber es waren keine Zitronenfalter. Siegfried erklärte mir, das sei eine "Goldene 8" und eigentlich müßte es diese auch hier in der Pfalz geben.

Um so erstaunter war ich, als mir gleich heute eine "Goldene 8" vor die Nase geflogen ist. Da geht man hier regelmäßig fotografieren und zieht durch die Lande und stellt dann betroffen fest, daß man die ganze Zeit über Tomaten auf den Augen hatte.

Goldene Acht


([52] redsa - 17.09.2012)

Faszinierende Wesen ...

Gottesanbeterin

Die Insektenwelt weist die größte Anzahl unterschiedlicher Wesen auf diesem Planeten auf. Da verwundert es auch nicht weiter, wenn man irgendwann einmal eine Gottesanbeterin zu Gesicht bekommt - ein Wesen, scheinbar aus einer anderen Welt.

Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Vertreterin ihrer Art und gehört zur Ordnung der Fangschrecken. Sie ist sehr wäremliebend (womit sie in Deutschland mit unserem kalten Dreckswetter sowieso ein Problem hat) und gilt in Deutschland als besonders gefährdet.

Die Weibchen können bis zu 75mm lang werden, Männchen hingegen nur ca 60mm. Die Grundfärbung ist üblicherweise grün; manchmal findet man aber auch andere Farben, bin hin zu fast schwarz. Die unterschiedlichen Färbungen entstehen durch die einzelnen Häutungen als Anpassung an die Umgebung .

Die vorderen Gliedmaßen sind als Fangbeine ausgebildet mit denen das Insekt seine Beute festhalten kann. Oftmals sind diese auch mit Dornen und Haken ausgestattet - eine wirksame Waffe, auch im Kampf.

Bei uns in Mitteleuropa beschränkt sich der Lebensraum der Gottesanbeterin auf sonnenverwöhnte Gebiete (sogenannte Wärmeinseln). Die Bindung ergibt sich aus der Notwendigkeit eines hohen Nahrungs- bzw. Beuteangebotes für die Larven, die ohne dieses frühe Nahrungsangebot nicht überleben könnten. Die abgelegten Eier hingegen können auch lange und sehr kalte Winter überdauern.

Die Larven durchlaufen, je nach Art, bis zu 7 Larvenstadien und schlüpfen meist im Mai/Juni und durchlaufen mehrere Larvenstadien. Gegen ca Ende Juli/Anfang August erscheinen dann die ersten erwachsenen Tiere und ca 14 Tage später sind sie geschlechtsreif.

Schon lange hatte ich mir vorgenommen, auch diese Wesen vor die Linse zubekommen. Also zog ich mit einem befreundeten Fotografen, der sich auf solche Arten spezialisiert hat, los und versuchte mein Glück.

Am Ziel angekommen, richtete ich meinen Blick auf das Gras und die Büsche. Nach einiger Zeit hörte ich hinter mir "naaa, hast Du schon was gefunden?" ... hmmm .... ich hatte noch nicht einmal ansatzweise eine gesehen, geschweige denn gefangen. Um so frustrierender war es, als er eine Gottesanbeterin in der Hand hatte .... dann zog er noch eine aus der Hemdtasche ... und unter dem Ärmel saß noch eine im Hemd ... *seufz* ....

Unabhängig davon sind es in der Tat grazil anzuschauende Wesen, wie aus einer anderen Welt. Zerbrechlich sehen sie aus und dennoch sind sie robust und halten eine ganze Menge aus. Wehrhaft sind sie auch - setzt man 2 auf einen Ast, gibt es meist innerhalb kurzer Zeit Streit.

Bei uns in der Pfalz sind sie derzeit nur vereinzelt anzutreffen - das hängt nicht zuletzt auch mit dem "Mäh-Wut" vieler einheimischer Feld- und Wiesen-Besitzer zusammen. Da werden im April mit Maschinen die schrägen Hänge abgemäht (und mit ihnen die Nester von Rotkehlchen und anderen Heckenbrütern) und mittlerweile sogar die Randstreifen an der Strasse, die lange Zeit letzte Rückzugsgebiete für Insekten waren. Solange es Menschen gibt, die derart unvernünftig mit der Natur umgehen brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir jedes Jahr weniger Schmetterlinge und Insekten sehen und in Folge die Vogelzahlen sinken, weil wir permanent die Nahrungskette bereits an unterster Stelle unterbrechen.
([51] redsa - 15.09.2012)

Gelb und eine Krabbe ... ???

Gelbe Krabbenspinne

Was tut man als Naturfotograf, der sich normalerweise der Vogelwelt verschrieben hat, wenn es kaum noch Vögel zu sehen gibt? ...... man widmet sich anderen Objekten!

Genau - und so sah ich eines frühen Morgens an einem etwas höheren Grashalm einen gelben Fleck. Der erste Verdacht ist natürlich "nicht schon wieder eine Wespenspinne" aber nein, dieses Mal nicht!

Bei genauerem Hinsehen erkannte ich eine kleine gelbe Krabbenspinne - in weiß: hatte ich sie schon gesehen aber die "gelbe Version" war mir bislang noch nicht bekannt. Sie war auch noch ziemlich kalt und folglich waren die Reaktionen noch etwas träge. Um so besser, dann haut sie auch nicht so schnell ab :-)

Also zuerst ein paar zaghafte Aufnahmen (nur für den Fall, daß sie sich plötzlich fallen läßt. Aber sie blieb einfach sitzen (berührt habe ich sie ja nicht). Dann begann die Sonne ihre Wirkung zu zeigen und sie wurde mehr und mehr munter. Kaum bewegte sich etwas vor ihrer "Nase", hob sie die beiden vorderen Beinpaar und so haben wir uns eine Weile miteinander "beschäftigt" - Grashalm rauf, Beine hoch .... Grashalm runter, Beine runter .... hihi ... so hatten wir durchaus unseren Spass udn ich auch ein paar Bilder.

Völlig erstaunt war ich, als sie einen Grashalm packte und nach kurzer Untersuchung einfach wegwarf. überhaupt war sie überaus aufmerksam - viele Male ist sie bewuß:t auf die Rückseite des Grasbüchels gewandert, damit ich sie nicht richtig sehen konnte.

Da staunt man schon, was so kleine Tiere doch für ein Aufmerksamkeitslevel haben und wie bewußt ihr Verhalten ist. Irgendwann hatte sie keine Lust mehr und selbstverständlich habe ich sie dann auch zurück in ihr Grasfeld gesetzt.
([50] redsa - 12.09.2012)

Wespe oder Spinne ... ?

Auffällig gelb leuchtende Punkte sieht man, je nach Lichteinfall, auf den Wiesen. Schaut man dann genauer hin, erkennt man etwas, dessen Körper irgendwie nach einer Wespe aussieht aber dann sieht man auch 8 Beine - das war dann wohl nichts mit der Wespe.

Es handelt sich um eine "Wespenspinne" - ein farbenprächtige Kerlchen und, wenn die Weibchen erst einmal ausgewachsen sind, dann sind es auch stattliche Kerlchen. Die Weibchen erreichen eine Körpergröße von bis zu 25mm.

Die große und auffällig gezeichnete Art wurde 2001 zur "Spinne des Jahres" gewählt. Mittlerweile gilt sie aber nicht mehr als gefährdet. Im Gegensatz zu anderen Spinnen, die oftmals am Rande ihres Netzes auf Beute warten, sitzt die Wespenspinne meist in der Mitte ihres Netzes und deshalb ist sie meist auch recht leicht auszumachen.

Noch vor 50 Jahren war die Wespenspinne in Mitteleuropa recht selten. Heute ist sie in fast allen europäischen Ländern heimisch. Für den Bau eines Netzes benötigt sie ca 40 Minuten und das Netz selbst liegt ca 20-70 cm über dem Boden.

Im Raum Völkersweiler fand ich vor kurzem eine Wiese, auf der es von Wespenspinnen nur so wimmelte - nach einer groben Hochrechnung müssen es wohl über 1000 gewesen sein. Allerdings wurde die Wiese wenige Tage danach abgemäht und vollständig platt gemacht. Der menschliche Wahnsinn rottet die Insekten systematisch aus. Wiesen werden mehrfach im Jahr gemäht, nur um für wohlhabende Pferdebesitzer Heu machen zu können.

Heute Abend fuhr ich mal wieder durch unsere Wiesen und normalerweise wimmelt es um diese Jahreszeit und bei diesen Themperaturen nur so von Insekten - man hätte über den Wiesen ganze Schwärme von Insekten fliegen sehen müssen aber stattdessen flog fast gar nichts.

Die Menschen sind aus Geldgier so dumm, daß sie ihren eigenen Planeten systematisch zerstören - offensichtlich hat die Menschheit seit der Steinzeit mental und ethisch absolut nichts dazu gelernt, nur das Erscheinungsbild der Beute hat sich etwas angepasst.
([49] redsa - 17.08.2012)

Besuch aus Afrika ...

Die Brutsaison der Vogelwelt ist nun endgültig zu Ende und man widmet seine Aufmerksamkeit auch mal wieder den kleineren Lebewesen. So fiel mir vor wenigen Tagen an den Blumenkästen ein "wuseliges kleines Kerlchen" auf, das unentwegt von Blüte zu Blüte flog.

Bei genauerem Hinsehen erkannte ich ein Taubenschwänzchen, das sich an den Blüten labte. Die Art gehört übrigens zu den Schmetterlingen und setzt sich nie auf eine Blüte, sondern steht immer im Flug davor. Lediglich Nachts setzen sie sich mit ausgebreiteten Schwingen an einen Baumstamm oder einen Ast und verbringen so die kalte Nacht.

So etwas zu fotografieren ist gar nicht so einfach, denn sie sind so schnell wieder weg, daß weder der Autofocus eine Chance hat und schon gar nicht, wenn man von Hand scharf stellen will.

Faszinierend Wesen sind es, denn diese kleinen Schmetterlinge fliegen jedes Jahr zum Überwintern nach Afrika und kommen im Frühjahr wieder zu uns zurück .... und bei uns jammern manche Leute, wenn sie einmal ein paar Meter laufen müssen.
([48] redsa - 02.08.2012)


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