--> // Natur- und Landschaftsfotografie � Vogel und Naturschutz im Trifelsland
Letzte Aktualisierung 03.März 2018


Aktuelles und Interessantes

Mehr Bilder unter ... fotocommunity.de
________________________________

Eine königliche Dynastie

Zaunkönig

Die Kleinsten sind manchmal wirklich die Größten - so auch der Begründer einer neuen königlichen Dynastie. Er ist ungefähr 10 cm lang, bringt ca 6-9 Gramm auf die Waage und hat eine Flügelspannweite von 14-15 cm.

Nach der Familie der Goldhähnchen ist er der zweitkleinste geflügelte Waldbewohner des Pfälzer Waldes und auch einer der Fleißigsten. Gleich 6-8 Nester baut das kleine Kerlchen bis zur Brut, durch die dann ca 5-8 junge Könige das Licht der Welt erblicken. Die nicht benutzten Nester werden nun von den Jungtieren als Schlafplätze genutzt.

Auch die Stimme ist eine der Mächtigsten, die in unseren Wäldern zu hören ist. Mit bis zu 90 Dezibel schmettert er sein Lied, das mit Trillern und Rollern durchsetzt nach 5-7 Sekunden abrupt endet.

Ein Schalldruck von ca 40-50dB entspricht ungefährer Zimmerlautstärke und 90dB ist etwa die Lautstärke, wenn ein LKW an einem vorbeifährt. Es ist also schon eine gewaltige Leistung, was dieses kleine Kerlchen an Stimmgewalt aufbieten kann. Wer schon einmal die Ruhe des Waldes genießen wollte ... »»» weiterlesen - vollständiger Artikel
([17] redsa - 13.06.2010)

Was es nicht alles gibt

Spring- oder Hüpfspinne

Manchmal muß man gar nicht weit gehen, um auf lustige und interessante Tiere zu stoßen. Wie ich so auf der Terrasse stehe und auf die Seite schauen, fällt mir ein kleiner Punkt auf, der sich offenkundig ruckartig bewegte.

Als ich mir diesen "Punkt" genauer betrachtete, erkannte ich ein "kleines Monster", ca 10-12mm groß. Das Monster reckte den Hinterleib empor, wie man es von Skorpionen kennt. Es drohte mir mit erhobenem Oberkörper und wenn das auch nicht half, sprang es auch die Kamera an - übrigens mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit - eine Abwehr für uns Menschen dürfte schwierig sein aber glücklicherweise sind sie für Menschen völlig harmlos.

Wie ich mir sagen ließ, gehörte das Monster zu den Spring- und Hüpfspinnen. Die Beweglichkeit des kleinen Kerlchens machte das Fotografieren nicht gerade leicht. So wie sie ein Ziel völlig überraschend anspringen kann, so kann sie sich auch mit schnellen Sätzen fortbewegen, die mit einem Foto nicht mehr wirklich zu verfolgen sind. Und so mußte ich wieder einmal erkennen, daß nicht nur der Blick nach oben lohnt, sondern ein manches Mal auch am Boden viele kleine und interessante Motive ihrer Entdeckung entgegensehen :-)
([16] redsa - 04.06.2010)

Gestatten: Fips vom Vogelschutz

Fips, das Vogelschutzeichhörnchen

Seit Jahren lebt Fips in der Umgebung der Vogelschutzhütte. Längst hat er sich an Paul und die anderen Leute gewöhnt, was nicht zuletzt auch daran liegt, daß er regelmäßig ein paar Nüsse vorfindet.

Nach und nach lagen die Nüsse immer näher an der Hütte und so wurde Fips ein festes Mitglied des inneren Kerns der Vogelschützer. Und wenn wir einmal seine Nuß vergessen hatten, rannte er erst ganz verzweifelt hin und her, suchte alle Ecken aus und achtete dabei, daß wir das auch ja alle mitbekamen.

Dann setzte er sich demonstrativ gut sichtbar vor uns hin und schaute mit dermaßen traurigen Augen, daß es auch der Hartgesottenste unter uns höchtens ein bis zwei Minuten aushielt. Innerlich ist Fips vermutlich regelmäßig vor lachen fast geplatzt, denn sein Trick funktionierte jedesmal tadellos.

Heute ist Fips so zutraulich, wie es sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen können - er kommt in die Hütte rein, sucht unter den Tischen nach "seiner" Nuß ... »»» weiterlesen - vollständiger Artikel
([15] redsa - 04.06.2010)

2010 - ein geburtenstarker Jahrgang

Meisennest

Trotz - oder vielleicht auch gerade wegen - des langen und kalten Winters wurden im Raum Gossersweiler bei der Nistkastenkontrolle so viele Jungvögel gezählt wie selten zuvor. 680 junge Piepmätze erblickten das Licht der Welt, zusätzlich wurden 40 tote Jungvögel gefunden.

Damit ist 2010 das Jahr mit der zweitstärksten Geburtenrate seit Beginn der Aufzeichnung im Jahre 1995. Die meisten Jungvögel wurden 2004 gezählt und zwar insgesamt 725 Tiere. Diese Zahlen basieren zwar nur auf den ca 220 Nistkästen, die heute noch bei den Zählungen berücksichtigt werden aber sie vermitteln dennoch einen guten Eindruck über die langfristige Entwicklung der Jungvogelpopulation. Die genauen Zahlen können in der Statistik nachgelesen werden

Man darf auch den Aufwand für solche Aktionen keinesfalls unterschätzen. Mehrere Einsätze sind über das Jahr verteilt notwendig. Zunächst einmal müssen Nistkästen vorhanden sein, die kosten ja schließlich Geld - sie müssen kontrolliert und gereinigt werden. Ggfs. müssen zerstörte Kästen ersetzt werden (was im Laufe der Jahre leider immer wieder notwendig war).

Meisennest

Und nicht zuletzt ist auch das Zählen an sich ein immer wieder unterschätzter Aufwand. Hingehen, Deckel aufmachen und die Eier zählen ist nunmal nicht ausreichend. Entweder das Gelege kann eindeutig identifiziert werden oder der Kontrolleur muß geduldig warten und sehen, welcher Vogel in den Kasten hinein fliegt, um die Art zu bestimmen. Anschließend muß dann aber nochmals kontrolliert werden, sonst kann man ja nicht feststellen, wie viele Tiere überlebt haben bzw. gestorben sind. Abschließend erfolgt dann im Herbst die Reinigung und das alles summiert sich doch zu einem sehr beachtlichen Aufwand, der von ehrenamtlichen Helfern getragen wird.

Sehr viele Menschen machten sich Sorgen, weil die letzten beiden Jahre zu den Geburtenschwachen gehörten. 2008 hat ein Marder mit seinen Raubzügen auf der Strecke von der Vogelschutzhütte bis an den Falkenbewachungswagen nahezu die gesamten Nistkästen ausgeräubert und damit über 100 Jungvögel das Leben gekostet. Als Folge aus der Erkenntnis dieser Sachlage hat der Vogelschutz damals alle Nistkästen dieses Bezirkes mit mardersicheren Deckeln ausgerüstet - eine Aktion von über 500 DM, ohne die notwendigen Arbeitseinsätze aber es hat sich gelohnt.

Und 2010 ... ein langer und kalter Winter und die Geburtenrate steigt an - damit bestätigt sich die alte Weisheit, daß die Natur viele Dinge von ganz alleine regelt und das sehr viel besser und effektiver als wir Menschen. Eine von vielen Erkenntnissen, die wir jenen Menschen verdanken, die sich in ihrer Freizeit engagieren und den Vogelschutz aktiv betreiben.
([14] redsa - 02.06.2010)

Ein Mantel erlangt Berühmtheit

Rheinpfalzbericht

Auch die Tageszeitung Rheinpfalz berichtete über die königliche Wahl eines kleinen geflügelten Monarchen und seines neuen Mantels.

Ich konnte es mir nicht verkneifen, diese kleine Geschichte einem Redakteur der Rheinpfalz zu erzählen und ihm das Bild zu zeigen. Amüsiert und sehr gerne griff er meine Anregung auf und schon wenige Tage danach berichtete "Nils Nager" in der Ausgabe vom 26.Mai 2010 von den königlichen Begebenheiten in den geheimnisvollen Tiefen des Pfälzer Waldes.

Und so geschah es, daß für eine kurze Zeit die Legende des kleinen Königs von Gossersweiler die Berühmtheit der großen Legende des Vogelschutzes, Paul Wiedemann, übertraf.

Herr Jooß, ich danke Ihnen - dieser Bericht war mehr als nur eine gute Tat. Eine ganze Region hat sich königlich amüsiert.

Es ist übrigens mittlerweile durchaus nicht mehr ausgeschlossen, daß es zu einer königlichen Dynastie der ganz besonderen Art kommen könnte. Inzwischen füttert einer der beiden Könige an der einen Seite der Hütte die Jungen und der andere baut fleißig an der königlichen Höhle in einem ebenso königlichen Gewand.
([13] redsa - 01.06.2010)

Gute Nachrichten vom Rötzenfels

Wie Paul Wiedemann vom Vogelschutz Gossersweiler e.V. berichtet, sind aus dem Horst zwei junge und gesunde Wanderfalken ausgeflogen. Die beiden Racker erkunden mit großem Interesse die neue Welt und gehen dabei ihren Eltern mit der Bettelei um Futter gewaltig auf die Nerven.

Jetzt ist auch die Zeit, wo man den Falken zusehen kann, wenn sie ihrem Nachwuchs die Flugmanöver zum Greifen der Beute beibringen. Mit die schönsten Momente sind jene, wenn die Mutter die Beute fallen läßt und die Jungtiere diese verpassen.

Das Elterntier legt dann sofort die Flügel an, geht in einen falkentypischen Sturzflug über, stürzt Richtung Boden und greift die Beute, bevor sie den Boden erreicht.
([12]redsa - 25.05.2010)

Eine gedeckte Tafel ...

Blaumeise

Einge gedeckte Tafel fand eine Gruppe von Schwarzmilanen vor, als ein Bauer das Stroh noch ein letztes Mal wendete, bevor er es einbrachte.

Schon aus der Ferne fiel mir der Schwarm von Greifvögeln auf und als ich die Staubwolken sah, wußte ich natürlich sofort, was dort gerade passierte. Immer wieder stieß ein einzelner Vogel pfeilschnell vom Himmel.

Gelegentlich gab es auch Streit, wenn sie sich zu nahe kamen und dann konnte man diese eleganten Tiere bei ihren schnellen und extrem wendigen Manövern bewundern und ein manches Mal mußte ich dabei an die Wanderfalken denken, wenn ein Milan seine Flügel anlegte und wie ein Geschoß vom Himmel fiel oder mitten im Flug "anhielt", um dann in einer anderen Richtung weiterzufliegen. Wie elegant und wundervoll müssen da erst die Balzflüge anzusehen sein.

Schwarzmilane können eine Masse von fast 1kg erreichen und eine Flügelspannweite von beachtlichen 1,55m. Auch die Rufe unterscheiden sich sehr deutlich von Bussarden oder Falken - ein wohlklingender, langgezogener und weicher Trillerton, in Länge und Intensität veriierend.

Wirklich beeindruckend, wenn ein solches Tier im Tiefflug über einen hinweggleitet. Ganz besonders gut kann man bei diesen Vögeln beobachten, wie sie mit den Schwanzfedern steuern. Diese Eigenschaft ist bei Schwarzmilanen besonders ausgeprägt - übertroffen werden sie in dieser Hinsicht nur von einem Rotmilan.
([11] redsa - 29.05.2010)

Ja was sah ich denn da am Wegesrand ...

Blaumeise

Mitte Mai, das Wetter immer noch saukalt, öde und regnerisch - als ich auf dem Heimweg langsam über den Altenberg fuhr, sah ich aus dem Augenwinkel in einem alten Baum eine Bewegung.

Also anhalten und beobachten - tatsächlich flog dort regelmäßig ein Vogel hinein. Schnell das Auto auf die Seite stellen und vorsichtig anschleichen - tatsächlich fand ich dort das Nest einer Blaumeise. sie hatte sich ein altes Baumloch ausgesucht, wo einige Zeit zuvor ein alter Ast abgesägt worden war und sich heuer eine kuschlige Höhle befand.

Anfänglich schaute sie mich böse an aber ich mußte ohnehin warten, bis eine große Wolke abzog und die Sonne wieder heraus kam - bis dahin hatte sie sich schon an mich gewöhnt und so konnte ich ganz gemütlich darunter stehen.

Zwar sind ich bei dieser Begegnung noch keine Flugaufnahmen gelungen aber das nächste Mal nehme ich ein Stativ mit - mal sehen, was dabei herauskommt (falls in diesem Jahr überhaupt noch einmal die Sonner herauskommen sollte und dieses elende Russenwetter tatsächlich noch einmal aufhören sollte).
([11] redsa - 18.05.2010)

Die Zeit der Sänger

Es ist die melodischste Zeit des Jahres - das Frühjahr, wenn die Vögel mit ihrem Gesang das Revier abstecken und um eine Partnerin werben - es ist die Zeit der Vogelstimmenwanderungen.

Gar viele begnadete Sänger sind unter ihnen und auch so mancher Künstler. Wer hat nicht schon einmal den Gesang einer Amsel oder Drossel vernommen und wurde bei der Suche völlig überrascht, als er dann statt dessen einen Star vorfand. Der australische Leierschwanz ist z.B. innerhalb weniger Minuten in der Lage, auch Geräte wie Autos oder Motorsägen zu immitieren.

Eine nicht zu überhöhrende Gesangseinlage ist derzeit an allen Ecken von der Mönchsgrasmücke zu vernehmen - ein kurzer, wohlklingender Gesang mit zum Ende hin abfallendem Ton.

Der ethymologische Werdegang des Namens beginnt im Mittelhochdeutschen und leitet sich von zwei Wortstämmen ab: dem altdeutschen 'gra', was grau bedeutet und dem Wort 'smiege', was in etwa 'schmiegen' oder 'einfügen' bedeutet - also ein grauer Vogel, der sich in seine Umgebung 'einschmiegt' (im Sinne von tarnen).

Die heutige Grasmücke hieß in der etymologischen Urform also 'gra-smiege' und wurde erst durch eine sprachliche Verballhornung zur heutigen Grasmücke.
([9] redsa - 15.05.2010)

Wirrungen der Evolution

Teilalbino-Amsel

Die Evolution als Triebfeder der Entwicklung ist seit über 200 Jahren bekannt und heute unbestritten. Dabei war Charles Darwin nicht der erste, wohl aber der bekannteste Forscher, der 1859 sein Buch "On the Origin of Species" (Über die Entstehung der Arten) veröffentlichte. Zuvor stellte bereits 1809 der Naturforscher und Philosoph Jean Baptiste de Lamarck die erste "Evolu-tionstheorie" auf.

Die derzeitige Vorstellung von der Funktionsweise der Evolution kann mit der Mutation und der Vererbung der Veränderungen sowie der Selektion erklärt werden. Im Rahmen der Selektion kommt es auch immer wieder zu Mutationen, die von der Norm abweichen - Albinos sind eine solche Form von abweichenden Färbungen. Für die Fotografie heißt dies, daß mit etwas Glück immer wieder neue und interessante Farbgebungen bei Tieren zu beobachten sind.

Teilalbino-Amsel

Albinismus leitet sich von dem lateinischen Wort albus (weiß) ab und ist eine Sammelbezeichnung für angeborene Störungen in der Biosynthese der Melanine (Pigmente oder Farbstoffe) und der daraus resultierenden helleren Haut-, Haar- und Augenfarbe. Betroffene Tiere nennt man Albinos.

Man unterscheidet zwischen teil- und vollalbinotischen Veränderungen. Echte Albinos sind eher selten. Bei teilalbinotischen Vögeln handelt es sich oft um Männchen und die abweichende Gefiederfärbung beschränkt sich gewöhnlich auf wenige Schwanz- oder Flügelfedern.

Rein zufällig stieß ich auf diese Fotos von albinotischen Amseln hier und fragte die Fotografen, ob ich sie hier zeigen darf - an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank.

1982 hatte Paul Wiedemann schon eine Albino-Schwalbe fotografiert - damals ein wahre Sensation. Aus allen Regionen trafen damals die Anfragen von Forschern und interessierten Vogelkundlern ein.
([8] redsa - 09.05.2010)


<<  <  1 • 2 • 3 • 4 • 5 • 6 • 7 • 8 • 9 • 10  >  >>
 
Webmaster   •   Datenschutz  •   Impressum